| Brave Kylie?
Ja, brav brav könnte man denken, wenn man sich meine Wochenkilometer-Entwicklung seit der Geburt anschaut. Ein bisschen pausiert, dann langsam wieder angefangen und gaaanz behutsam das Pensum gesteigert, sogar mit einer Erholungswoche. So sieht das nämlich aus seit April: 9 km (2x) Wirkt so richtig wie gewollt, oder? Dabei würde es „gewollt und nicht gekonnt“ besser treffen. Wie geht es nun weiter? Ich kann mir da ja so alles mögliche ausbrüten – ob es realisierbar ist, wird sich zeigen. Mal sehen, ob sich das alles so organisieren lässt. Besonders fit fühle ich mich immer noch nicht, so dass alles eh eine Gratwanderung ist zwischen Überanstrengung vermeiden und Kondition etwas steigern. Eigentlich wollte ich ja Donnerstags nun wieder das Einlaufen an der Oberbergischen Straße mitnehmen, nachdem ich monatelang in der Versenkung verschwunden war und meine Vereinskollegen wohl schon nicht mehr wissen, wer ich überhaupt bin. Stefans Handballtraining findet neuerdings leider ebenfalls Donnerstags statt – zwar etwas später, aber trotzdem gibt das dann eine Hetzerei sondergleichen. Und ins Fitness-Studio will ich ja auch gelegentlich wieder gehen – ich kriege es einfach nicht hin, zuhause Gymnastik oder Kraftübungen zu machen. In dieser Hinsicht bin ich echt ein fauler Sack – da brauche ich den Ortswechsel. Da ich mich aber aus dem elitären Sportforum abgemeldet habe (nach Besitzerwechsel war es sowieso nicht mehr so wie in alten Zeiten dort und darum das viele Geld auch nicht mehr wert) werde ich nun wohl eine billige Kaschemme aufsuchen – welch ein Abstieg! Aber was soll’s, kostet nur 15,95 Euro im Monat bei 24 Stunden Öffnungszeit. Mir ist es wurscht, wenn ich da mehr oder weniger unbeaufsichtigt durch irgendwelche Trainer meine Übungen mache – bin da ja kein Laie mehr. Allerdings muss ich in einem Probetraining die Geräte und Laufbänder genau inspizieren – nicht, dass da nur so Schrott-Teile herumstehen! Tja, und dann darf ich mir aus dem reichhaltigen Angebot an frei verfügbarer Zeit die passenden Stunden heraussuchen… |
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| 18.6.06 11:34 |
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| Und schon wieder so schlapp
Allmählich kann ich’s gar nicht mehr so ganz gelassen sehen, dass mir die Läufe dermaßen anstrengend vorkommen. Jetzt gibt es mehrere Erklärungen: Entweder ist das doch schon wieder auf die Eisengeschichte zurückzuführen, wobei ich da jetzt die genauen Werte nicht habe – die Frauenärztin hat mit dem Piekser nur einen Schnelltest des Hb-Werts gemacht, der lag bei 11, trotz Eisensubstitution. Wer weiß, wie leer die blöden Speicher schon wieder sind. Mann, ist das eine elende Neverendingstory! Vielleicht brüte ich auch davon unabhängig irgendeine Krankheit aus, das wirkt sich auch direkt auf die Herzfrequenz aus, oft noch bevor man selbst das wahrnimmt. Oder liegt es am Schlafmangel – die letzten Nächte waren horrible. David ist geimpft worden und seitdem, also seit Mittwoch, weiß ich nicht mehr, was Nachtruhe bedeutet. Alle Naselang jammert er, muss mit in unser Bett, braucht ganz viel Trost und schläft, wenn überhaupt, auf meinem Bauch. Möglicherweise ist es auch eine Mischung, von allem etwas – das glaube ich am ehesten. Da heißt es nun, Ferrum, Geduld und Spucke |
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| 18.6.06 11:35 |
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| Ärztlicherseits…
…alles okay. Die Rückbildung ist so, wie sie sein sollte, nichts spricht dagegen, allmählich wieder an alte Trainingsumfänge anzuknüpfen – mit Betonung auf ALLMÄHLICH. Auf meiner 8 km Runde traf ich gestern zufällig einen LGler – war richtig schön, mal kurz zu quatschen und zu erfahren, dass ich doch noch nicht ganz in Vergessenheit geraten bin: man hat mich wohl sogar schon für „Rund um Wuppertal“ eingeplant! Außerdem muss der Schwangerschaftsspeck jetzt mal abgebaut werden. Auch wenn es nur 2 Kilo sind – die sitzen aber fies an Bauch und Hüfte und nerven mich extrem. Bei Felix und Sonia war ich schon ein paar Wochen nach der Geburt in richtig guter Form, jedenfalls taillenmäßig – Kondition hatte ich damals ja dank no sports noch nicht. Aber da war ich ja auch noch einige Jährchen jünger, ganz so leicht scheint’s diesmal nicht zu werden. Die Klamotten passen zwar – aber die Waage zeigt beharrlich 61 – das wird nicht weniger. Ich esse aber auch mordsmäßig viel, Stillen macht hungrig! Ich gebe mir da noch bis Ende Juni Zeit, aber dann will ich wenigstens mein Ausgangsgewicht wieder erreicht haben. |
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| 18.6.06 11:35 |
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| Rote Liebe 1980
Durchforste gerade Stefans PC nach Musik und stoße auf das Ideal-Album. Gänsehaut, speziell bei diesem Stück – was war das ein Sommer, 1980…Ideal und Fehlfarben waren die Helden. Nina Hagen glaube ich auch, oder war das später? Wie auch immer, ich hatte möhrenfarbige Haare, trug gebatikte Malerlatzhosen oder lange Gewänder und meine Mutter machte sich große Sorgen um mich IDEAL Rot wie Feuer, glühend heiß, Rote Lippen soll man küssen, Ich bin ein roter Spiegel (Rote Liebe) ich will wie neu sein, (Rote Liebe) ich will wie neu sein, Geile Jeans und etwas Glitter, Roter Mond über Tahiti, Ich bin ein roter Sputnik (Rote Liebe) ich will wie neu sein… (Rote Liebe) ich will wie neu sein… (Rote Liebe)… |
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| 18.6.06 11:35 |
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| Mairegen bringt Segen
Eigentlich hätte die letzte Woche eine richtig gute Laufwoche werden können, mit endlich mal wieder 4 Einheiten, über 30 Kilometern…ja, wenn nicht Davids Mülheimer Oma und Opa für Sonntag eingeladen gewesen wären. |
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| 18.6.06 11:35 |
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| Bäuerchen Deluxe
Gedacht, geplant, getan: Unternehmen Sportplatzausflug gelungen! Sogar das Wetter war uns hold, erwischten wir doch einen der wenigen trockenen Abschnitte des Tages – eine Regenlücke, in der sogar die Sonne ab und zu durch die Wolken blinzelte. Auf der Fahrt zum Platz war David prompt eingeschlafen, so dass er mit seinem Papa meine ersten Runden gemütlich im Auto verbrachte. Erst nach ca 4 Kilometern machten die beiden einen kleinen Spaziergang rund um den Platz. Da ich sah, dass der Kleine ganz friedlich auf Papas Arm lag, konnte ich beruhigt die restlichen 4 Kilometer hinter mich bringen. Bahntraining, selbst, wenn es einfach nur so, ohne Tempoambition stattfindet, animiert immer dazu, doch etwas Gas zu geben. Ich wollte ja eigentlich nur 8 Kilometer, also 20 Runden, ganz locker laufen – aber als ich nach dem ersten Kilometer 5.36 min auf der Uhr ablas, versuchte ich, ganz gleichmäßig so weiterzulaufen. Das klappte prima, ich spulte alle Runden in bis auf wenige Sekunden gleichem Tempo ab. Nach 44 min und ein paar zerquetschten Sekunden war ich fertig, und total zufrieden. Nun konnte ich noch für ein kleines Fotoshooting posieren: |
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| 18.6.06 11:35 |
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| Tristesse
Langsam aber sicher machen mich das Laufen betreffend zwei Dinge etwas unzufrieden. Den heutigen Lauf konnte ich also überhaupt nicht genießen. Meine Große passte auf den Kleinen auf, der sich aber schon den ganzen Tag etwas unberechenbar verhalten hatte. Also startete ich mit einem unterschwellig mulmigen Gefühl – ob das gutging mit den beiden?- zu einer Mini 5 km Runde. Diese absolvierte ich dann aber relativ zügig, um wenigstens etwas Trainingseffekt herauszuholen. Schon nach dem ersten Bergaufstück konnte ich an der Uhr ablesen, dass ich ein bisschen flotter unterwegs war als sonst. Ich versuchte, das Tempo auf den restlichen 1,5 Kilometern, die es weiter mit leichter Steigung hoch ging, beizubehalten. Naja, trotzdem alles sehr unspektakulär, nach ein paar flachen Runden musste ich schon wieder den Rückweg antreten. Ich laufe jetzt einen Teil des Gefälles ganz langsam und vorsichtig, möglichst beckenbodenschonend, nur das allerletzte Stück gehe ich, da es einfach zu steil ist. Man muss ja nicht gleich übertreiben. Jedenfalls nahm ich mir vor, am Sonntag vielleicht auch mal einen Ausflug nach Tartanien ( Mit dieser genialen Idee schwand zum Glück auch die Unzufriedenheit mit meinem derzeitigen Laufdasein |
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| 18.6.06 11:36 |
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| Irgendwie zäh
Kann die Euphorie darüber, wie leicht sich’s so unschwanger doch läuft, denn schon zu Ende sein? |
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| 18.6.06 11:36 |
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| Und es war Sommer
Kein Frühlingstag – nein, es roch schon nach Sommer. Die Sonne erwärmte die Luft mit solch einer Kraft, dass man glauben konnte, die Natur hätte gutgelaunt eine Jahreszeit glatt übersprungen. |
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| 18.6.06 11:37 |
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@Manni ) zu machen, nicht, um da besonders schnell zu laufen, aber wenigstens mal flach und ohne störende Gedanken an den hüngernden Drittgeborenen. Den könnte ich nämlich mitnehmen und ihn am Rande der Bahn „deponieren“ – hätte ihn also immer im Blick!