…erwischt mich pünktlich zu den Feiertagen eine Erkältung. Allerdings kann ich mich nicht darauf verlassen, wann genau ich darniederliege – mal Heiligabend, mal Neujahr, und natürlich mit Option auf jeden einzelnen Tag dazwischen. Wenn es mir um Weihnachten herum noch gut geht, ist es an der Zeit, geplante Silvesteraktivitäten schon mal vorsorglich abzusagen, denn so sicher wie das Amen in der Kirche haut es mich dann zum Jahreswechsel um.

Diesmal kam der Schnupfen überpünktlich, gestern schon – könnte das Frohe Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr bedeuten? Es bleiben ja noch vier Tage Zeit, um zu genesen – Halleluja, das wäre ja mal ganz was Ungewöhnliches!

Gestern mittag bin ich noch eine herrliche 10 km Runde bei frostig kaltem Sonnenschein gelaufen und habe mich wunderbar gefühlt.  Der nachmittägliche Einkauf letzter Geschenke in einer überfüllten und mir ganz und gar verhassten großen Spielwarenladenkette strengte dagegen schon erheblich an und nervte ungemein. Außerdem gab es dort so gar nicht das, was uns für den Jüngsten vorschwebte.

In Wuppertals letztem inhabergeführten Spielzeuggeschäft (abgesehen von Spezial-Lädchen wie dem Lindwurm, wo alles ökologisch und pädagogisch besonders wertvoll usw. ist) wurden wir dann zum Glück fündig, denn da erstanden wir genau die Holzküche, nach der wir gesucht hatten.

Zuhause angekommen ging das Frösteln und Zähneklappern los, die Nase lief, der Kopf dröhnte, und als der Jüngste endlich im Bett lag, fuhr ich schwerste Geschütze in Form von kochend heißem Glühwein zur innerlichen Erwärmung auf. Vorsorglich habe ich mich mit weiteren Tetrapacks bevorratet und werde nach Bedarf dieser blöden Erkältung heute abend wieder einheizen! Wäre doch gelacht, wenn ich Heiligabend nicht gesund und munter unter’m Tannenbaum schunkele, äh sitze…