Was soll dieses Jahr, das noch ganz frisch und neu ist, mir in läuferischer Hinsicht bringen?
Von vornherein war mir klar, dass ich nicht nahtlos ins nächste Marathontraining einsteigen möchte. Die Saison 2007 hat doch viel Kraft gekostet und es hat einen immensen organisatorischen Aufwand erfordert, alle Trainings- und Wettkampftermine familienkompatibel zu gestalten.
Diesen Stress wollte ich uns allen nicht mehr antun, ganz freiwillig übrigens. Es hat diesbezüglich familienintern keinerlei Druck gegeben – ich habe einfach selbst gemerkt, dass ein weiteres derart straff organisiertes Laufjahr für uns alle von Nachteil wäre.
Natürlich gibt es ein großes ABER …denn so ganz ohne Ziele macht mir das Laufen ja nun mal keinen Spaß. Also habe ich mir überlegt, dass 2008 das Jahr der kurzen Strecken sein soll, und durch die Konzentration auf die kürzeren Distanzen erhoffe ich mir natürlich, dass ich doch noch ein bisschen schneller laufen kann als bisher.
Die großen Vorteile dieser Planung:
…Wettkämpfe über 5 und 10 Kilometer gibt es wie Sand am Meer, da kann man sich auch mal kurzfristig was aussuchen.
…Ich muss keine richtig langen Läufe ins Wochenende packen, ab und zu mal 2 Stunden, um eine gewisse Ausdauer zu erhalten, reichen dicke.
…Somit wird auch der Wochenkilometerumfang nicht über 50 km anwachsen.
Allerdings muss ich mehr Wert auf Qualität im Training legen. Intervalle sind von nun an mindestens einmal pro Woche Pflicht.
Pflicht ist außerdem, dass ich endlich wieder gezieltes Krafttraining auf die Reihe kriege. Letztes Jahr bin ich an der Umsetzung dieses guten Vorsatzes ja kläglich gescheitert – diesmal wird es gelingen! Kraft & Beweglichkeit müssen sich drastisch verbessern.
Als kleine zusätzliche Motivation, auch hart an mir zu arbeiten, gibt es zum einen die blogübergreifenden Ziele 2008
Zum anderen befinde ich mich in einem recht hoffnungslosen Duell - und auch, wenn ich auf verlorenem Posten kämpfe, möchte ich doch so lange strampeln, bis ich untergehe;-)
Der Wettkampf in Ratingen diente also als Standortbestimmung über 10 km. Mit 49:40 min bin ich äußerst zufrieden, da lässt sich drauf aufbauen.
Am Sonntag folgt dann die nächste Standortbestimmung über 5 km beim Pulheimer Staffelmarathon - da freue ich mich schon drauf, in der Mixed-Staffel der LG Wuppertal zu starten!
Darüber hinaus habe ich mich wirklich noch auf rein gar keinen Wettkampf festgelegt – kommt Frühjahr, kommt Plan…;-)
Januar 9, 2008 at 1:11
Heh Manu, mir geht es ein bischen wie Dir… ich möchte auch lieber mein Augenmerk auf die kürzeren Dinger legen, aber bei mir ist es weniger die Familie, sondern eher die Unlust auf die langen Läufe. Außerdem möchte ich noch ein paar Bestzeiten knacken, na ja, es wird wohl für uns Beide ein spannendes Jahr!
Januar 9, 2008 at 1:19
Du hast ja ziemlich konkrete Ziele! Das könnte dann also das Jahr der kurzen Wettkämpfe werden. Viel Spaß dabei!
Gruß
Ralph
Januar 9, 2008 at 2:06
Das klingt gut und konsequent, Manu! Gefällt mir!
Und wenn ich deine Pläne so lese, merke ich, dass es bei meiner eigenen Planung an genau dieser Konsequenz mangelt – denn ich will alles, und das geht eben irgendwie nicht. Zum erstenmal dieses Jahr will ich mich auch an Zehnern versuchen (wer in aller Welt hat mir bloß diesen Floh ins Ohr gesetzt?
), sogar ein Fünfer erscheint mir nicht mehr so unmöglich, aber ich will natürlich auch weiterhin HM und Marathon laufen, vor allem den HM gerne mit einer neuen PB! Und irgendwie passt das halt alles so überhaupt nicht zusammen…..
Außerdem wünschte ich, ich könnte auch sagen, dass es Zehner und Fünfer wie Sand am Meer gibt. Das ist hier bei mir leider überhaupt nicht der Fall. Sonst würde ich es nämlich genau so machen, wie du es mir geraten hast, einfach mal bei ganz ganz vielen Zehnern mitmachen und die einfach so „mitnehmen“…. aber jetzt hab ich gerade mal einen gefunden, am 2. März. Und ganz flach ist der natürlich auch nicht.
Fünfer scheint es in F gar keine zu geben….
Aber was ich eigentlich sagen wollte: bei dir geht noch was, schnelligkeitsmäßig, da hast du recht, davon bin ich auch überzeugt. Und ich bin sehr gespannt darauf, das bei dir zu verfolgen.
Jetzt kannste meinetwegen wieder so schnell rennen wie du willst, jetzt hab ich ja nichts mehr zu verlieren…..
Januar 9, 2008 at 7:48
Das mit der Familie kann ich sehr gut nachvollziehen. Außerdem hat man, selbst wenn alles straff organisiert ist, immer irgendwie ein ungutes Gefühl beim Training. Auch dann, wenn keiner auch nur daran denkt, einem einen Vorwurf zu machen. Weil, man könnte in dieser Zeit ja auch sinnvolleres machen als z.B. drei Stunden in der Gegend herumzulaufen. Denke ich mir zumindest.
Alles richtig also, so wie Du es machst. Und nächstes Jahr gibts dann wieder die langen Sachen
Januar 9, 2008 at 9:12
Die Ziele finde ich auch gut und vernuenftig. So habe ich mir das fuer den Sommer auch ueberlegt, wenn es zu heiss fuer 30 km Laeufe ist.
Ich bin ueberzeugt, dass du alles erreichen wirst was du dir vorgenommen hast!
Januar 11, 2008 at 8:52
Habe dich gestern beim Bahn-Training vermisst!
:-B
Januar 11, 2008 at 1:24
@ Kathrin: Naja, aber Du „ersetzt“ die langen Läufe ja gleich durch zwei Disziplinen, wobei gerade Rad sehr zeitintensiv ist. Die Abwechslung bringt es dann aber, und wahrscheinlich sind lange Radausfahrten mental ganz anders als lange Läufe.
@ Thestral: Konkret weiß ich nur, dass ich nichts weiß:-) Letztes Jahr habe ich z.B. verkündet, dass 2008 mein läuferisches Sabbatjahr werden soll…
@ Hase: Ist das echt so unterschiedlich in Frankreich mit den Wettkampfangeboten? Der Franzose als solcher trainiert also nicht, aber wenn er läuft, dann gleich Marathon, und unter Halbmarathon tut er’s gar nicht? Hier gibt es wirklich ein großes Angebot an Zehnern, und oft wird dann auch eine Fünferstrecke mitgeliefert. Dann musst Du vielleicht ins Allgäu fahren für die 49:59…;-)
@ Kerstin: Aber wenn ich mir Deine Deine Jahresplanung so anschaue…ich bin gespannt, wahrscheinlich läufst du die 30er auch bei 30° – zuzutrauen ist Dir alles
@Olzo: Ich gelobe zum x-ten Male Besserung im Hinblick auf die Donnerstage! Diese Woche habe ich so eine unterschwellige Erkältung, nichts besonders Schlimmes, aber ich wollte auf Nummer Sicher gehen wegen Pulheim und lieber nichts Intensives machen. Lieber jetzt langsam laufen als Sonntag gar nicht!
Januar 11, 2008 at 2:07
Hihi – der Franzose als solcher
Ich habe festgestellt, dass es hier neben den Marathons und HMs sehr viele „krumme“ Wettkämpfe gibt. In Semur, nur mal so als repräsentatives Beispiel, gibt es neben dem Halbmarathon immer einen 9,4-km-Lauf, und das macht mich ja gleich gar nicht an.
Wer hat denn schon Lust, sich auf 9,4 km zu quälen?
Da nehmen wir doch lieber die restlichen 600m auch noch dazu und laufen das Ganze dann in 49:59, oder was meinsch?
Januar 11, 2008 at 2:21
Höhö, Hase, so gefällt mir das! Ich glaube, so ein bisschen Spaß macht Dir das Projekt 49:59 doch auch, oder? Und dabei hast Du Dich erst sooo gesträubt. Man muss Dich schon zu deinem Glück zwingen
Januar 11, 2008 at 4:34
Na ja, Manu, ganz ehrlich, ich empfinde es nach wie vor als ein SEHR (!) hochgestecktes Ziel.

Aber wer weiß, vielleicht kann ich es ja wirklich erreichen, und ohne deinen sanften Tritt in meinen Hasenhintern würde ich es wohl nicht ernsthaft versuchen.
Also – wie gesagt – schauma mal – die Intervalle gestern abend verliefen zumindest wieder zu meiner vollen Zufriedenheit.
Apropos Intervalle, ich sehe, dass das auch ein ganz fester wöchentlicher Vorsatz von dir ist, sehr löblich.
Wie machst du das, wie gehst du das an? Holst du dir die aus irgendeinem Plan / Buch, oder weißt du selber in etwa, welche Intervalle dir was bringen?