Wenn ich zur Zeit wenig hier berichte, liegt das daran, dass ich mich virtuell in japanischen Zimmern herumtreibe.
Der schlichte, auf’s Wesentliche reduzierte japanische Einrichtungsstil gefällt mir ganz besonders gut. Man macht in Japan aus der Raumnot eine Tugend und schafft durch Shojis lichte Raumteilungen.
So etwas schwebt mir für unseren Schlafbereich im Dachgeschoss vor. Eine preiswertere, aber längst nicht so elegante Lösung wären Paravents , die man hier auch in 200 cm Höhe bestellen kann – gängig sind sonst nur maximal 180 cm.
Ich habe nur etwas Angst, dass unser Jüngster das alles als Einladung zum munteren Bemalen missverstehen könnte…
Januar 31, 2008 at 3:31
Mir gefällt dieser ganze Stil auch unheimlich gut!
Januar 31, 2008 at 6:22
schlichte, klare Linien finde ich ebenfalls schön.
Aber lass mich ein bisschen stänkern (ich halt’ mich ja schon fast immer zurück in letzter Zeit, einen darf ich mal wieder
Das kleinkindliche Bekritzeln oder Zerstören von Möbeln im Wohnbereich verhindert man optimalerweise weniger durch eine andere Auswahl von Möbeln als vielmehr durch Erziehung *wechduck* ;o)
Januar 31, 2008 at 9:12
Da hast Du absolut die richtige Einstellung, Lizzy
Ich hoffe, David wird meinen Erklärungen und Verboten Folge leisten …und wenn nicht, kann so eine Bespannung ersetzt bzw. wenn’s nicht ganz so wasserfest verhunzt ist, abgewaschen werden.
Denn ich komme von dem Shoji-Trip nicht mehr so leicht runter:-)
Februar 1, 2008 at 6:55
Also ich könnt mir vorstellen, daß es toll aussieht, wenn von Unten angefangen noch kritzliche Kopffüßler grinsen und weiter Oben dann über Osterhasen, Bäume, Pokemon schließlich von den obersten Quadraten Grafitti glänzt…
Nee, mal ehrlich, dahinter läßt sich scheinbar die hässlichste Schrankwand verbergen, das ist ne Überlegung wert, denn mein Schlafzimmer aus „Schwarze-Möbel-Zeiten“ wird demnächst auch dran glauben müssen. Gute Idee!
Februar 1, 2008 at 6:58
Obwohl, ich hab mir gerade die Preisbeispiele angeschaut… ich glaub, es wird doch ein neuer Schlafzimmerschrank…;-)
Februar 1, 2008 at 7:30
Die Preise lassen mich auch zusammenzucken…da müssen wir erst schauen, wie teuer die Umzieherei wird, was sich wo einsparen lässt. Klar ist aber, dass wir nicht wie früher „selbst“ umziehen…das kann man seinen Freunden und Bekannten einfach nicht mehr zumuten. Wir haben bei dem letzten Umzug vor 9 Jahren den Helferkreis schon arg strapaziert, die hatten danach alle „Rücken“.
Also müssen Profis ran, und die sind wirklich teuer!
Februar 1, 2008 at 7:37
Ja, und Schnappatmung sicher auch…:-))
Februar 1, 2008 at 2:02
wir sind vor zwei Jahren zu zweit umgezogen. Allerdings hatten wir auch massig Zeit (haben wir uns gelassen – beim Hauskauf in München machen zwei Monate Miete länger zahlen den Kohl auch nicht wieder fett …) Erst mit dem Auto schon Kartons und Krempel weggebracht – immer wieder und Tröppche for Tröppche, dann ein Wochenende lang Transporter geliehen und die Hau-Ruck-Sachen, große Möbel etc. in einer Kraftaktion hinterher. Nur Volker und ich – den alten, kranken Hund immer im Gepäck. Mein Sohn hat sich geweigert auch nur einen Fitzel anzupacken und eher Knüppel zwischen die Beine geschmissen – soviel von meiner Seite nochmal zum Thema „Erziehung“ *lol*.
Verwandtschaft gibts hier keine und wie du schon sagst: sowas mutet man Arbeitskollegen und eher flüchtig bekannten mit eigenen Familien und Vollzeitjobs nicht als Gefälligkeit zu.
Im gekauften Haus (Häuschen – 4 Zimmer + große Küche) mußten nur ein paar Wände gestrichen werden. Aber die alte Wohnung war komplett zu renovieren: Türen abschleifen und neu streichen inbegriffen *ächz*
Aber von Erdgeschoss in Erdgeschoss ist wirklich ziemlich easy. Und ganz wichtig: radikal ausmüllen und wegschmeißen bei diesen Gelegenheiten – so als Tipp
Februar 1, 2008 at 2:22
radikal ausmüllen und wegschmeißen bei diesen Gelegenheiten – so als Tipp
Jawoll, Lizzy, auch das ist hier allgemein meine Rede, an alle Beteiligten! Weg mit dem Gerümpel des Alltags, und bis Ende April jeden Tag mindestens eine gute Tat in Form von „schmeiß was weg, stell was bei ebay ein, sortiere und hefte ab“.
Wir ziehen von erster Etage (aber eigentlich, dank Hanglage soviele Treppen wie zweite Etage, dafür nach hinten raus Erdgeschoss, ganz irre) in 2. Etage plus Dachjuchhe…das wird nicht ganz so easy.
Das Gute ist, dass wir hier in der alten Wohnung keinen Handschlag mehr tun müssen, nur besenrein hinterlassen. Und in der neuen Wohnung nur Kleinigkeiten, bisschen streichen evtl. Sonst ist alles dort wie neu, incl. schönem geölten Parkett im Obergeschoss.
Hat eigentlich jemand Erfahrungen mit geöltem, nicht wie normal versiegeltem Parkett? Ist wahrscheinlich noch empfindlicher, weil weicher, oder?
Ich glaub’, ich mach einen Umzugsblog auf:-)
Februar 1, 2008 at 2:41
naja – so ganz EG nach EG war das bei uns auch nicht genaugenommen. Unsere 4 Zimmer + Küche erstrecken sich über 3 Stockwerke (hört sich erstmal ulkig an – ist aber so) und auf Haustürebene ist nur ein winzig kleines Zimmerlein, der Flur und nach hinten Heizungs- und Waschkeller. Den Kram mußte man also auch die (mittig spiralförmig gewundenen und nicht wirklich breiten) Treppen raufschleppen (das war das anstrengendste – die Terassentür ist ein Stockwerk höher und wieder ebenerdig – aber zu schmal und nur über Fußwege erreichbar).
Aber wenn man wie du in eine zweite Etage zieht, muss man ja doch alles auch wirklich durch die vorherigen in einem Rutsch durchschleppen – wir konnten schichtweise arbeiten sozusagen.
Jedenfalls wünsche ich gute Nerven und wenig Stress.
Was das Parkett angeht, kann ich leider nix zu beitragen. Hamwernich.
Ganz andere Fragen: sind dann deine Katzen reine Wohnungskatzen oder haben die eine Rausgeh- und Mäusefangmöglichkeit?
Februar 1, 2008 at 2:51
Ganz andere Fragen: sind dann deine Katzen reine Wohnungskatzen oder haben die eine Rausgeh- und Mäusefangmöglichkeit?
Aber ich glaube, dann kriege ich Arme wie Popeye!
Das wird etwas schwierig mit denen. Hier können die nach hinten hin zur Terrasse und zum Fenster raus und ab in den Wald.
In der neuen Wohnung gibt es einen mittelgroßen Balkon – als Freisitz geeignet. Aber vermutlich wird das Gejammere nach der Eingewöhnungsphase, in der sie ja eh drin bleiben müssen, doch groß, und für eine Katzentreppe ist es einfach zu hoch.
Das Gemeine ist, dass wir ja ein großes Stück Garten haben, man geht an den kleineren Gärten der anderen beiden Parteien vorbei, die werden von einem großen riesigen Geräteschuppen, fast einem kleinen Häuschen von unserem Stück komplett abgegrenzt. Nach hinten raus auch Wildnis und Katzenparadies…mal sehen, vielleicht sind die Mitbewohner nett und die Katzen dürfen durch den Keller raus. Ich habe auch schon ernsthaft über so einen Ziehkorb am Seil nachgedacht
Februar 2, 2008 at 12:12
Ich gebe noch mal meinen Senf zu den Shojis dazu. Die sehen wirklich klasse aus,ich mag auch diese Schlichtheit.
Ich weiß ja nun nicht, was du abteilen willst. Wir standen vor einem Jahr vor dem Problem, im Schlafzimmer einen großen Teil der Schräge über die gesamte Länge abzuteilen als begehbaren Abstellbereich. Und es sollte ordentlich aussehen und das bisherige Chaos beenden. Wir haben ein paar Lösungen gefunden, die aber auch sehr teuer waren und deshalb wieder verworfen (Budget war mit neuen Schränken, Laminat, usw. schon erschöpft). Paravent kam wegen der „Unruhe“ und der Staubecken nicht in Frage, ich wollte eine gerade „Wand“, vor der das Bett steht. Und irgendwann hatte ich für uns „die“ Idee: Wir haben einfach blickdichte textile Raumteiler mit Klettband an einer Gardinenleiste befestigt. Die lassen sich bei Bedarf verschieben oder sogar abziehen und das ganze hat uns reichlich 100€ gekostet.
Februar 2, 2008 at 6:35
Umziehen ist schön und anstrengend. Aber nie mehr bekommt man eine solche gute Chance zur Veränderung. Klare Linien, wenig „Zeugs“, ja so mag ich das auch. Und Du wirst sehen, dass sich das Geld für die Profis rechnet. Was das an Nerven und körperlichen Anstrengungen erspart, ist schon klasse. Wir wollten das auch keinem unserer Freunde zumuten und ich möchte ganz ehrlich auch nicht in der Schuld sein und weitere Umzüge packen müssen von „Rücken“ mal ganz zu schweigen.
Viel Erfolg beim Ausmisten.
Februar 3, 2008 at 12:27
hi meine liebe. also ich lebe das seit jahren. sehr sehr reduziert und mittlerweile bin ich sogar kleiderschranklos. ich glaube man wird süchtig danach. naja, so war das wenigstens bei mir.
viel spass beim entdecken neuer einrichtigunsmöglichkeiten.
greetz woven
Februar 4, 2008 at 10:14
Woven, ganz ohne Schrank? Toll, das ist konsequent minimalistisch! Aber Du lebst allein, oder?
Mit Familie muss man viele, viele Kompromisse machen. Schranklos ist für uns undenkbar. Man muss so viel verstauen…seufz.
Anett, eine ähnliche Idee (mit Gardinenleiste bzw. Stahlband) hatte ich auch schon. Wäre in unserem Fall auch gut denkbar, denn wir wollen eben von der Treppe aus lediglich den Blick ins Schlafzimmer einschränken – aber so, dass es trotzdem nicht nach Wand aussieht. An dieser Stelle, hinter dem Geländer sozusagen, müsste auch kein Durchgang sein.
Oktober 9, 2008 at 8:29
Sicher das der Paravent von Japanzimmer ist? Finde dort nur Paravents in 1,8m höhe. Meintest du nicht http://www.japanwelt.de
LG
Oktober 9, 2008 at 11:39
Hallo Mike,
ja, doch, ich meinte die Japanwelt
Deswegen hatte ich PARAVENT doch mit Japanwelt verlinkt. Da sind die „Traditional“ auch mit 200 cm lieferbar. Japanzimmer fand ich aber auch sehr schön zum Stöbern…
Gruß
Manu