Ergebnis mit 1:59:39 h unter aller Sau, aber Spaß gehabt!

Nachtrag: und damit sogar noch 3. der AK W45 und 11. Frau von 47 Frauen geworden!  Seh’ ich’s also positiv – nur 11 Frauen sind unter 2 Stunden ins Ziel gelaufen, und eine davon war ich.

- das war die kurze Zusammenfassung für Lesefaule ;-)

Während ich hier sitze und immer noch auf das Unwetter warte, dem die späteren Starts zum Opfer gefallen sind, denke ich an die armen, vergebens angereisten Firmenläufer, die Einzelstarter über die 5 km Distanz und die Schüler – welch ein Frust, unverrichteter Dinge von dannen zu ziehen.

Aber was sollten die Veranstalter machen? Solange nichts passiert, haben alle gut reden – die Verantwortung würde aber wohl trotzdem niemand  auf sich nehmen. Insofern fand ich es superschade die nachfolgenden Läufe abzusagen, aber nachvollziehbar.

Video 

Dumm gelaufen nur, weil das Unwetter sich so viel Zeit lässt – Nachmittag und früher Abend vergingen nach einem wenig ergiebigen Regenschauer ohne das klitzekleinste Gewitterchen. Jetzt erst grummelt es ordentlich.

Aber wie eingangs erwähnt, ich konnte mich gerade so eben unter zwei Stunden bei tropischen Temperaturen ins Ziel retten. Zwar war ich auch nur darauf gelaufen, die 2 Stunden knapp zu unterbieten  hatte aber weder damit gerechnet, mich dafür sooo anstrengen zu müssen, noch, dass es sooo eng werden würde.  Offen gestanden: Da wäre auch bei ausreichender Wasserversorgung, weniger heißer Witterung und flacherem Kurs nicht viel mehr drin gewesen.

Dass ich so gar nicht an der missratenen Zeit herumknabbere liegt daran, dass es trotz der Anstrengung einfach wunderschön war, heute auf der Trasse zu laufen, so viele bekannte Läufergesichter zu sehen, Hände abzuklatschen, die Schnellen zu bejubeln und nette Zweckgemeinschaften im Leiden unterwegs zu bilden. Stress gab es weder vorher, noch unterwegs – aber nein, als es erschütternde Gewissheit wurde, dass an der ersten Wende bei km 5 kein Verpflegungsstand auf die durstigen Läuferkehlen wartete, geriet ich ein bisschen aus dem inneren Gleichgewicht. Die ersten 10 km komplett ohne Flüssigkeit bei der Hitze, das ist eigentlich ziemlich blöd. Zwar auszuhalten, aber der Durst kommt mit Macht, und Wasser erst, wenn’s schon sehr pressiert.

Meine Taktik für den Kurs sah so aus, dass ich bei Gefälle knapp über 5 min/km rollen wollte, bei Steigungen nicht langsamer als 6 min/km werden.

Das ist mir zum größten Teil auch gelungen, aber es gab zwei, drei Kilometer, bei denen die Uhr etwas über 6 min anzeigte, so dass der Gesamtkilometerschnitt mit 5:40 min/km ganz logisch ist. Und es wurde zum Schluss eine richtig knappe Sache! Wenn nicht noch eine Bekannte zu mir aufgelaufen wäre und mich nett genötigt hätte, an ihr dran zu bleiben, wäre ich auf den letzten 500 Metern wohl nur noch gekrochen. So heftete ich mich mit Ach und Krach an ihre Fersen und versuchte mein Bestes, irgendwie mitzuhalten.

Mit einem netten Herrn in Schwarz lief ich  weite Teile der Strecke Seite an Seite, manchmal wechselten wir uns auch ab, wie es sich halt so ergab:

Manchmal aber fühlte ich mich ziemlich allein und verloren in der flimmernden Hitze:

Mit Brille sieht man meistens schneller aus, als man ist:-)

Mehr Fotos mit schönen Streckenimpressionen und den ganzen schnellen Hirschen gibt’s hier