Was wäre ich nur ohne meine hilfsbereiten Leser? Einem Kommentar beim Nordwind Eintrag habe ich die Information zu verdanken, dass die angekündigte und meinerseits eher bänglich erwartete Fortsetzung übermorgen erscheint!
Das ist mir als Buchhändlerin natürlich ein wenig peinlich, aber ich befinde mich halt immer noch in Elternzeit und bin wohl noch spärlicher im Geschehen, als ich sowieso befürchtete.
Also, ich kann noch nix dazu sagen, außer das, was Herr Glattauer selbst auf seiner Seite schreibt!
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Ich bin auf alles gefasst. Hach, spannend , bei aller Skepsis. Und egal ob Wind oder Lüftchen und kein Aprilscherz: Soeben habe ich Karten für die Lesung in der Mayerschen reserviert. Ist zwar die Konkurrenz, aber was will man machen…
Nachtrag vom 15.02.09
Ich hab’s gelesen und meine Meinung zum Buch steht kurzgefasst in den Kommentaren und aussführlicher bei vorablesen.de
Wunschkonzert für Leo und Emmi
Ich war ja ein wenig verliebt in den Leo, und in Emmi irgendwie auch. Und auch in den Glattauer, der sich das alles so herrlich ausgedacht hatte im Nordwind. Und in Sawatzki und den Berkel, die sich so schön die E-Mails zugesprochen haben, war ich auch gleich mit verliebt. Das Ende war hart, so, wie das Leben halt manchmal – oder sogar meistens – ist. Kein Wunschkonzert, kein Ponyhof.
Und nun wird fortgesetzt. Ich habe mich wirklich und ehrlich bei aller Skepsis um Unvoreingenommenheit bemüht. Ich wollte so gerne, dass es mir gefällt, dass es mich nochmal packt.
Aber nein, es war, als sei mir die rosarote Brille der anfänglichen Verliebtheit in die Protagonisten abhandengekommen. Emmis schon immer leicht penetrante, aber im ersten Teil noch sympathische Ader, nervte. Leo, schwülstig bis zum Gehtnichtmehr und auch im Suffkopp noch akkurate Texte tippend, ging mir auch zunehmend auf den Keks. Es zog sich.
Ich hatte das Gefühl, dass sich Herr Glattauer unheimlich bemüht hat. Der Kunstgriff mit dem plötzlich nochmal auftauchenden Systemmanager war aber wirklich mein persönlicher Knotenpunkt, an dem ich dachte, das darf doch jetzt nicht wahr sein, was für eine Klamottenkiste. Dann nochmal überflüssigerweise der Bernhard-Text in voller Länge – ach ja, Emmi kannte ihn ja noch nicht. Füllte ja auch noch mal ein paar Seiten mit Buchstaben, so wurde die 200er Marke geknackt.
Und am- absehbaren – Ende kriegen sie sich. Na, nun hat die arme Seele endlich Ruhe. Und ich bin traurig, hab’ wohl Liebeskummer.
Ungeachtet meiner persönlichen Meinung ist das Buch ja jetzt schon ein kommerzieller Erfolg, und es gefällt ja auch anscheinend den meisten LeserInnen. Insofern hat der Glattauer das ganz richtig gemacht und der Erfolg sei ihm und das Gefallen den LeserInnen herzlich gegönnt.
Frau Heidenreichs Meinung fällt anders aus (2. vorgestelltes Buch in der 41. lit.tv Ausgabe).
Februar 2, 2009 at 12:34
schade eigentlich. das ende war gut.
Februar 2, 2009 at 12:40
Meine ich ja auch, Phönix. Das, was ich in Herrn Glattauers Video gesehen und gehört habe, stimmt mich nicht gerade zuversichtlich. Die Leseprobe…hmm, ja, man kennt das alles irgendwie schon, und es war ja toll…ob sich da beim geneigten Leser noch mal so eine Faszination herbeitippen lässt?
Ich werde es aber lesen und bemühe mich einstweilen um größtmögliche Unvoreingenommenheit – aber es blubbert da eben so ein merkwürdiges Gefühl, dass es schade ist…genau wie bei Dir.
Gruß
Manu
Februar 2, 2009 at 3:34
Was, übermorgen kommt es schon raus? Danke für den Hinweis, Manu! Ich wusste ja von der Fortsetzung, aber ich wusste nicht, dass es schon so schnell gehen würde…. ich bin auch sehr gespannt und kann eure Zweifel durchaus nachvollziehen. Das Ende war nämlich echt genial. Lassen wir uns überraschen, lesen werde ich es auch auf jeden Fall!
Februar 2, 2009 at 7:38
Es wird wahrlich sehr sehr schwer zu toppen sein. Trotzdem, die Leseprobe gefällt mir. Es wird schon wieder spannend. Hätte ich nicht erwartet, zumal nicht, in so einem kurzen Ausschnitt. Eigentlich wollte ich auf die Taschenbuchausgabe warten, so es denn irgendwann eine gibt, aber ich glaube das geht jetzt nicht mehr.
Happy End wäre aber auch nicht ideal gewesen
Ach ich kann mich nicht entscheiden, welches Ende mir recht gewesen wäre. Bin mal gespannt, ob das Buch an das erste rankommt.
Das Ende aus dem ersten Buch fand ich zwar genial, aber auch mindestens genauso deprimierend
Februar 2, 2009 at 7:46
Hier gibt es auch eine Lesung, aber die dauert ja noch ellenlang. Solange halte ich nicht durch.
Februar 2, 2009 at 8:54
Michi, ich meine auch die Lesung in Ddorf, im April! NATÜRLICH halte ich auch nicht so lange durch, aber obwohl ich das Buch bis dahin schon längst kenne – da gehe ich dann doch gern hin. Ich finde das trotzdem spannend, den Autoren live zu erleben, mit seiner Interpretation des Ganzen. Und ich sammle ja signierte Bücher;-)
Und ja Hase, lassen wir uns überraschen. Einen gewissen Sog entwickelt die Leseprobe tatsächlich, es ist jetzt nicht gerade so, dass ich nicht total hibbelig wäre
Ich denke aber auch, dass es trotz Fortsetzung und Treffen kein „richtiges“ rosarotes Happyend geben wird. Das traue ich dem Glattauer einfach nicht zu.
Gruß von
Manu
Februar 3, 2009 at 4:51
Also ich hab mir ja das Nordwind Buch gekauft, ein paar Seiten gelesen und fand den Stil nicht so klasse…. Hab es dann weggelegt. Bin ich echt der Einzige der von dem Buch nicht begeistert ist? Oder muss ich das Buch einfach weiterlesen und irgendwann packt es mich ;=) Normalerweise muss mich ein Buch nach spätestens 20 Seiten interessieren sonst leg ich es weg…
Gruß
Dirk
Februar 3, 2009 at 6:54
Hi Dirk,
nee, ich glaube, entweder man ist beim Nordwind SOFORT angetan, oder gar nicht. Das ist definitiv kein Buch, in das man sich reinlesen kann oder muss – das nervt dann nur auf Dauer.
Ich habe einige Rezensionen gelesen, in denen zum Ausdruck kam, dass das Ganze beim Leser überhaupt nicht funktionierte.
Ist total leichte Kost, und vielleicht für manchen einfach zu banal.
Mir ist es bei den ersten beiden Kapiteln des neuen Buches, die in vorablesen.de veröffentlich wurden z.B. so ergangen, dass ich Emmi ziemlich stalker-mäßig fand. Ein bisschen zu viel Einsatz, ein bisschen zu wenig nachvollziehbar.
Mal sehen, wie es weitergeht…
Gruß
Manu
Februar 3, 2009 at 8:44
Gut dann lass ich das Nordwind Buch im Regal und lese lieber zum dritten Mal „Schneller werden“ von Hal Higdon. Da hab ich grad auch mehr Bedarf ;=)
Februar 3, 2009 at 8:52
und lese lieber zum dritten Mal “Schneller werden” von Hal Higdon. Da hab ich grad auch mehr Bedarf ;=)
Das schreibt der Richtige
Februar 14, 2009 at 8:23
Ich fasse es nicht…all die positiven Reaktionen bei den diversen einschlägigen (Literatur)Seiten auf diesen zweiten Teil…ich begreife es nicht.
Ich mach’s kurz, aber nicht schmerzlos, denn es war schon fast schmerzhaft, wie verzweifelt sich Glattauer um Emmis und Leos Schicksal bemühte. Das Wort trifft es sowieso: unheimlich bemüht, das Ganze. Nur hin und wieder ein kleiner, frischer Hauch, der an den Nordwind erinnerte. Ansonsten endlose Längen, verworrene Gefühlskonstrukte – für mich hat es nicht funktioniert. Ich verstehe ja den Autoren, dass er die Fortsetzung geschrieben hat – meinetwegen hätte er es nicht tun müssen – aber schon ziert Teil 2 die Bestsellerliste. Ein kommerzieller Erfolg wird es also bestimmt – aber ich finde es schade, Leo und Emmi waren mir doch so ans Herz gewachsen und nun … ach, lassen wir das. Ich bin ein wenig traurig, weil ich mir so gewünscht habe, dass es anders wäre.
Februar 17, 2009 at 6:32
Jetzt lass ich das Orakel entscheiden.
Aber ich glaube, sie denkt da wie Du. Und danke für den Link zur Elke. Sie hat ja den Inhalt schon verraten, so dass ich mir „endlose Längen“ gut ersparen kann.
Wenn meine heimische Buchhändlerfreundin, die mir den Nordwind schenkte, meint, dass ich auch die Fortsetzung kennen sollte, wird sie dafür sorgen.
Mai 31, 2009 at 2:27
Hallo Manu,
sooo, jetzt habe ich es auch gelesen und möchte auch mitreden
Eigentlich wollte ich ja auf das Taschenbuch warten, da ich – u.a. auch aufgrund dessen, was du geschrieben hast – keine besonders hohen Erwartungen an diese Fortsetzung hatte. Aber dann hat meine Mama sich das Buch gekauft und hat es mir auch gleich weitergegeben. (Sie fand es toll.) Ich habe es also gelesen, ohne jegliche Erwartungshaltung, dass es mir gefallen würde – und ich war dann so positiv überrascht! Ehrlich, dafür, dass es eigentlich „nur“ ein kommerzieller zweiter Teil war, fand ich es richtig schön. Ich hab mich wieder richtig in Emmi und Leo vertieft und habe es genauso verschlungen wie das erste. Und den Schluss fand ich auch schön…. doch, mir hat es richtig gut gefallen!
Gruss, Hase
Mai 31, 2009 at 4:46
Hallo Hase,
schön, dass es Dir gefallen hat – ich wollte, ich hätte das selbst auch so empfinden können.
Aber ich glaube, bei mir und bei der Minderheit, die ähnlich urteilt – die meisten waren ja dann doch angetan von der Fortsetzung – konnte Teil 2 von Anfang an nicht funktionieren, weil für mich das Ende von Teil 1 perfekt war.
Ich war ja sogar so enttäuscht und runter von Wolke 7, dass ich dann doch nicht zur Lesung von Glattauer gegangen bin, obwohl ich in freudiger Erwartung Karten reserviert hatte.
Danke, dass Du bei mir vorbeigehoppelt bist! Ein schönes restliches Pfingstfest wünscht Dir und dem Hasenmann
Manu