Tel Aviv, letzter Akt, Vorhang.

Konzertbericht SZ

Im FanUniversum brodelt es.  Einige weinen lautstark ihren mannigfachen Investitionen, als da wären Flüge, Hotels, Tickets hinterher und beklagen die in ihren Augen unzureichende Informationspolitik des Managements. Andere geben sich mitfühlend, gießen das Pflänzchen Hoffnung, erwecken dabei aber doch den Anschein, als reiße der Geduldsfaden pünktlich in dem Moment, in dem auch der Deutschlandtraum ausgeträumt ist.

Was mich anbelangt, kann ich mich nirgendwo einordnen. Auch nicht dazwischen. Kein Zweckoptimismus, keine Träne ums womöglich in den Sand gesetzte Geld. Ich werde die Karte, wenn das Konzert abgesagt wird, nicht zurückgeben. Irgendwie habe ich ein ganz schlechtes Gefühl, nachdem ich das Video wiederholt angeschaut habe.

Been waiting for the night to fall
I knew that it would save us all
Now everything’s dark
Keeps us from the stark reality

Been waiting for the night to fall
Now everything is bearable
And here in the still
All that you feel
Is tranquility *

 *Words by Martin Gore (c) 1990 Sonet Records & Publishing Ltd