Ganz kurzfristig, einer spontanen Eingebung folgend, haben wir noch Tickets für dies Konzert gekauft. Nach dem abrupten AUS für Düsseldorf im Juni und Verlegung auf den Februar 2010 erschien die Wartezeit doch arg lang – unmöglich, einfach Oberhausen zu ignorieren. Die Arena ist nicht gigantisch, kein Moloch , irgendwie sogar noch kuschelig, wenn man nicht gerade im Oberrang sitzen muss. Unterrang war super, wir hatten eine gute, seitliche Sicht – optimal für mich, denn Innenraum wollte ich mir lieber nicht geben.

Für mich war es diesmal nämlich ein wahrhaft transzendentales Konzert ( fand es doch am Tag nach meiner ersten Zahnimplantats-OP statt). Mit dicker Backe lässt es sich schlecht mitsingen, und auch richtig mitgehen ist schwer – deshalb war stiller Genuss angesagt. Die Setlist enttäuschte nicht nur mich ein wenig. Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich auf manch altbekannten Evergreen verzichten könnte – dafür hätte ich gern ein paar mehr Universe Titel gehört – Corrupt, In Sympathy – um nur zwei Beispiele zu nennen. Depeche Mode haben es doch wirklich nicht nötig, ein „Best of“  runterzududeln, auch wenn die Gassenhauer natürlich immer wieder Stimmung in die Bude bringen.

Positiv fand ich, dass mir I just can’t get enough erspart blieb (war es ein Zeichen, und falls ja, ein gutes oder ein schlechtes, dass genau dieses Uralt-Stück tags zuvor aus dem Radio des Dentisten erscholl, als ich mit mulmigem Gefühl im Bauch auf dem Zahnarztmöbel liegend auf die Wirkung der örtlichen Betäubung wartete?)  – Master and Servant hingegen hätte ich gern einmal live gehört.

Himmlisch: Martin Gore singt Freelove

Gerade noch gefunden:  Zusammenschnitt, sehr schön die Stimmung in der Arena eingefangen!

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