Ganz kurzfristig, einer spontanen Eingebung folgend, haben wir noch Tickets für dies Konzert gekauft. Nach dem abrupten AUS für Düsseldorf im Juni und Verlegung auf den Februar 2010 erschien die Wartezeit doch arg lang – unmöglich, einfach Oberhausen zu ignorieren. Die Arena ist nicht gigantisch, kein Moloch , irgendwie sogar noch kuschelig, wenn man nicht gerade im Oberrang sitzen muss. Unterrang war super, wir hatten eine gute, seitliche Sicht – optimal für mich, denn Innenraum wollte ich mir lieber nicht geben.
Für mich war es diesmal nämlich ein wahrhaft transzendentales Konzert ( fand es doch am Tag nach meiner ersten Zahnimplantats-OP statt). Mit dicker Backe lässt es sich schlecht mitsingen, und auch richtig mitgehen ist schwer – deshalb war stiller Genuss angesagt. Die Setlist enttäuschte nicht nur mich ein wenig. Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich auf manch altbekannten Evergreen verzichten könnte – dafür hätte ich gern ein paar mehr Universe Titel gehört – Corrupt, In Sympathy – um nur zwei Beispiele zu nennen. Depeche Mode haben es doch wirklich nicht nötig, ein „Best of“ runterzududeln, auch wenn die Gassenhauer natürlich immer wieder Stimmung in die Bude bringen.
Positiv fand ich, dass mir I just can’t get enough erspart blieb (war es ein Zeichen, und falls ja, ein gutes oder ein schlechtes, dass genau dieses Uralt-Stück tags zuvor aus dem Radio des Dentisten erscholl, als ich mit mulmigem Gefühl im Bauch auf dem Zahnarztmöbel liegend auf die Wirkung der örtlichen Betäubung wartete?) – Master and Servant hingegen hätte ich gern einmal live gehört.
Himmlisch: Martin Gore singt Freelove
Gerade noch gefunden: Zusammenschnitt, sehr schön die Stimmung in der Arena eingefangen!
Pressestimmen:
November 1, 2009 at 5:26
Was, Mart hat Freelove gesungen??? Hammer, na wenn das kein Highlight ist
November 2, 2009 at 5:51
Hi Mr. Spank,
schön, mal wieder von Dir zu lesen. (Schaue ab und zu bei Dir vorbei, auch, wenn da ja in letzter Zeit nicht alles jugendfrei ist beim spanksen, hehe…
Martins Freelove Darbietung war der Hammer, genau, es war sooo schööön! Habe jetzt noch eine längere Version bei youtube gefunden, Tonqualität zwar mies, aber egal – die Stimmung kommt gut rüber! Aber als das Video endet, ging es noch weiter: Mart verschwand und die Arena sang weiter. Dave kam auf die Bühne, die Arena sang weiter. Geil! Es dauerte noch ne Minute, bis das Publikum bereit war für den nächsten Song!
Stay devoted,
Manu
November 3, 2009 at 8:18
Die RP hat einen Artikel zu dem Konzert verfasst. Es muss genial gewesen sein, da bekam ich beim Lesen schon Gänsehaut. Genau wie bei dem Video. Irre!
November 6, 2009 at 2:35
Liebe Michi,
die Zeitungen haben alle reichlich Lob gespendet, zu Recht! Ich glaube, RP online und NGZ online waren identisch, deshalb hatte ich den Bericht nicht verlinkt.
Nachdem ich eben noch diesen Zusammenschnitt bei youtube gefunden habe, ist mir aufgefallen, dass ich @ spanksen ganz was Falsches erzählt habe: Mart verschwand natürlich erst nach „Home“, und danach gab es dann das nicht endende Home-Singen des Publikums!!! Gut festgehalten im Video!
Liebe Grüße
Manu