Gut erholt

KilometerspielgrafikZwei Wochen Blogpause, denn eine Regenerationswoche mit anschließender Aufbauwoche geben nun mal wirklich wenig Berichtenswertes her. Allerdings war es schon krass, wie sehr ich die Erholung nach sechs Laufwochen nötig hatte. Was war ich platt! Die beschlossene Sache, in der 7. Laufwoche sollst du ruhn, erwies sich also einerseits als richtig, andererseits merkte ich sofort, wie der Schlendrian nur auf so eine wunderbare Chance gewartet hatte. Der kleine „Wiedereinstieg“ nach einer Woche mit  2 Läufen (7/10) fiel mir nämlich ganz schön schwer, ich ließ den Montag, Dienstag und sogar noch den Mittwoch verstreichen, bis mir die Erkenntnis dämmerte, so allmählich müsstest du aber mal in die Puschen kommen. Am Donnerstag raffte ich mich also zu 8 km auf, und am Freitag hatte ich ein Mini-Erfolgserlebnis: Als ich nach knapp unter einer Stunde wieder vor der Haustür stand, hatte ich 9 km geschafft. Ha, 9 km/h, was deutlich unter 7er-Schnitt liegt, ich glaube, 6:38 min/km oder so. Das stimmte mich recht froh, setzte sich aber am Sonntag nicht fort: 13 km in 1:36 h, da war sie wieder, die zähe Langsamkeit, aber auch auf deutlich schwierigerer Strecke. Laufwoche 8 nach dem läuferischen Neubeginn Ende September schloss ich gestern mit insgesamt 30 km verteilt auf drei Lauftage ab. Vom Jahr 2015 (und vom 2. Halbjahr des Kilometerspiels) sind nur noch 6 Wochen übrig, das ist doch irre. Sollte zu schaffen sein, die Motivation aufrecht zu erhalten, vor allem, weil sich das im Diagramm so hübsch macht. Davon abgesehen bin ich aber lauftechnisch irgendwie noch planlos, was diese Woche anbelangt. Gewichtstechnisch hat sich nichts Bewegendes getan, aber die 61 ist geknackt. Also gaaanz langsam geht’s in die richtige Richtung.

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Potz vierzig

Als ich noch regelmäßige Läuferin und nicht nur um Ausreden nie verlegene Gelegenheitsjoggerin war, konnte ich mich für schöne Zahlen sehr begeistern. Eine solch schöne Zahl war die 40. So als Wochenschnitt beim Laufen betrachtet.

40 km, das ist als Einzel-Wochenleistung alles andere als spektakulär. Habe ich übers Jahr gesehen in der Vergangenheit  geschafft, also im Schnitt 52 Wochen lang je 40 km gelaufen, ergibt 2080 Kilometer im Laufjahr, was genauso wenig spektakulär, aber für mich so das Maß meiner läuferischen Ambitionen war. 2007 waren’s sogar 44 km im Schnitt, 2008 hab ich an den 40 durchschnittlichen Wochenkilometern noch gekratzt.

Nun kann ich also in einer einzelnen Woche mal wieder 40 km verbuchen (10/8/9/13) und ich muss schon sagen, ein geiles Gefühl. Klar, Novum in diesem Jahr … aber auch 2014 keine Woche mit 40 (oder mehr) dabei. Huch? Noch weiter zurückgeblättert in der Laufhistorie, die ja fein säuberlich im Kilometerspiel abgelegt ist: 2013 ebenfalls Fehlanzeige. Huch! Ich fasse es nicht, und was war denn 2012? Auch keine Woche mit 40, geschweige denn mehr, jetzt aber mal ganz laut ogottogott. Ich muss echt bis März 2011 zurückblättern, um die letzten Einträge mit 40 (und  sogar 42) Kilometern in einer Woche zu finden. Ich wusste ja, es ist alles verdammt lange her, aber dass es so krass ist, hatte ich doch erfolgreich verdrängt.

Wobei ich die Zeiten nicht zurücksehne, in denen ich auf Kilometerschnitte fixiert war. Ich trainiere ja nicht, ich laufe nur wieder ein bisschen mehr. Und trotzdem hat sich da in meinem Kopf diese Woche ein Schalter umgelegt, ich weiß gar nicht, wann. Ich glaube, als ich beschloss, 4 x zu laufen und die „Erholungswoche“ noch zu verschieben. Es lief aber eigentlich nicht gut, so bescheuert es klingt, ich hätte die Erholung gut gebrauchen können. Mein Körper ist irritiert, er merkt, da wird plötzlich wieder mehr gefordert und er hat da keinen Bock drauf. Zickt rum, ist unwillig, fühlt sich an wie ein Mehlsack und klammert sich beharrlich an die Pfunde, die ich ihm entreißen will. Die 9 km gestern fielen mir echt schwer, und dabei sollten es doch heute 13 werden. Ich fühlte mich gestern Abend kränklich, legte mich früh schlafen und war dann morgens trotzdem nicht erholt. Wollte erst gar nicht raus, aber dann lugte die Sonne um die Ecke, und ich dachte, mal sehen, vielleicht wenigstens ne kleine Runde. Nach zähem Anfang fühlte ich mich dann im Wald ganz gut und beschloss, es werde 40.

Ja, und nächste Woche dann wirklich mal ein bisschen ausruhen, ich finde, meine Knochen haben es sich nun echt verdient.

Zwischenresümee

Heute wirklich nur ein ganz kleiner Logbucheintrag. 5 Wochen laufe ich nun wieder regelmäßig drei- bis viermal pro Woche, jetzt habe ich tatsächlich mal die 61 auf der Waage gesehen. Ich muss sagen, das hatte ich mir ja ganz anders vorgestellt. Und ob das nun überhaupt ein echtes Minus ist oder nur eine gnädige Zufallsanzeige, bleibt abzuwarten. Drei Läufe, 31 km (9/10/12 km) waren’s diese Woche – aber hier geht die Tendenz eher zu noch mehr Langsamkeit. Habe ich letztens geschrieben, dass ich den 7er Schnitt noch schaffe? Da muss ich mich korrigieren, ich brauche eher 7:30 min für den Kilometer, jedenfalls dann, wenn ich nicht nur die möglichst flachen Strecken auswähle, sondern Steigungen einbaue. Die Gefälle, die es dabei natürlich auch gibt, reißen’s nicht raus. An Anstiegen zeigt sich schonungslos, wie vergleichsweise locker ich die vor Jahren weggesteckt habe. Sogar 2013 habe ich Bergstrecken noch knapp unter 7er-Durchschnitt geschafft. Als ich mir am Montag auf 9 km richtig die Bergkante gegeben habe, las sich das auf der Uhr echt deprimierend. Ein waschechter 8er Schnitt, unfassbar. Im Kilometerspiel trug ich ein: Bergwertung! 2,5 km steil runter, dann nur fies hoch! 9 km 1:12 h.

Ich erinnere mich noch gut an so manche Endlos-Diskussion im guten alten Laufforum, ab wann Laufen denn nun eigentlich kein Laufen mehr ist. Tja, mir kommt es schon so vor, als ob ich laufe. Gleichzeitig merke ich aber auch, dass ich irgendwie fast neben mir hergehen könnte. Am Berg könnte ich mich wahrscheinlich schnell gehend überholen. Ich hätte mir durchaus etwas mehr schnellen „Erfolg“ in jeglicher Hinsicht erhofft und das auch für realistisch gehalten. Falsch gedacht. Aber ich hätte auch nicht geglaubt, wie viel Spaß mir das Laufen plötzlich trotzdem wieder macht. Es geht mir so viel besser, es ist einfach so toll, wieder unterwegs zu sein. Ich musste mich zu keiner Laufrunde ernsthaft überwinden. Aber wo sollte auch die Unlust herkommen, denn noch immer ist mir das Wetter hold. Heute, am 1. November, scheint die Sonne in all ihrer Pracht und mit reichlich Kraft, ich sag nur: Dreiviertel-Hose und Kurzarm-Shirt/Westen-Kombi!

Ich weiß noch nicht, was ich nächste Woche anpeile und mach es mal vom Wetter abhängig.