Potz vierzig

Als ich noch regelmäßige Läuferin und nicht nur um Ausreden nie verlegene Gelegenheitsjoggerin war, konnte ich mich für schöne Zahlen sehr begeistern. Eine solch schöne Zahl war die 40. So als Wochenschnitt beim Laufen betrachtet.

40 km, das ist als Einzel-Wochenleistung alles andere als spektakulär. Habe ich übers Jahr gesehen in der Vergangenheit  geschafft, also im Schnitt 52 Wochen lang je 40 km gelaufen, ergibt 2080 Kilometer im Laufjahr, was genauso wenig spektakulär, aber für mich so das Maß meiner läuferischen Ambitionen war. 2007 waren’s sogar 44 km im Schnitt, 2008 hab ich an den 40 durchschnittlichen Wochenkilometern noch gekratzt.

Nun kann ich also in einer einzelnen Woche mal wieder 40 km verbuchen (10/8/9/13) und ich muss schon sagen, ein geiles Gefühl. Klar, Novum in diesem Jahr … aber auch 2014 keine Woche mit 40 (oder mehr) dabei. Huch? Noch weiter zurückgeblättert in der Laufhistorie, die ja fein säuberlich im Kilometerspiel abgelegt ist: 2013 ebenfalls Fehlanzeige. Huch! Ich fasse es nicht, und was war denn 2012? Auch keine Woche mit 40, geschweige denn mehr, jetzt aber mal ganz laut ogottogott. Ich muss echt bis März 2011 zurückblättern, um die letzten Einträge mit 40 (und  sogar 42) Kilometern in einer Woche zu finden. Ich wusste ja, es ist alles verdammt lange her, aber dass es so krass ist, hatte ich doch erfolgreich verdrängt.

Wobei ich die Zeiten nicht zurücksehne, in denen ich auf Kilometerschnitte fixiert war. Ich trainiere ja nicht, ich laufe nur wieder ein bisschen mehr. Und trotzdem hat sich da in meinem Kopf diese Woche ein Schalter umgelegt, ich weiß gar nicht, wann. Ich glaube, als ich beschloss, 4 x zu laufen und die „Erholungswoche“ noch zu verschieben. Es lief aber eigentlich nicht gut, so bescheuert es klingt, ich hätte die Erholung gut gebrauchen können. Mein Körper ist irritiert, er merkt, da wird plötzlich wieder mehr gefordert und er hat da keinen Bock drauf. Zickt rum, ist unwillig, fühlt sich an wie ein Mehlsack und klammert sich beharrlich an die Pfunde, die ich ihm entreißen will. Die 9 km gestern fielen mir echt schwer, und dabei sollten es doch heute 13 werden. Ich fühlte mich gestern Abend kränklich, legte mich früh schlafen und war dann morgens trotzdem nicht erholt. Wollte erst gar nicht raus, aber dann lugte die Sonne um die Ecke, und ich dachte, mal sehen, vielleicht wenigstens ne kleine Runde. Nach zähem Anfang fühlte ich mich dann im Wald ganz gut und beschloss, es werde 40.

Ja, und nächste Woche dann wirklich mal ein bisschen ausruhen, ich finde, meine Knochen haben es sich nun echt verdient.

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3 Kommentare zu “Potz vierzig

  1. Liebe Manu,

    die haben es sich bestimmt verdient. Du bist recht schnell wieder bei den 40 (bei mir würde das direkt wieder zu Vollausfällen führen). Was für ne tolle Zahl.

    Erhol Dich gut.

    Anja

  2. Lieber wirklich jetzt erstmal langsam machen bevor sich der Körper rächt. Du hast ja Zeit um wieder auf eine Form zu kommen, die du schon einmal hattest!

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