In China gibt es keine gebackenen Bananen…

Die Unterhaltung der beiden Chinesen im Chinarestaurant  ist für mich  die lustigste Stelle im Video mit den zu Fettmöpsen ausstaffierten Klitschkos. Die werben ja schon lange für den Muckibuden-Discounter McFit und vor fast genau zwei Jahren gab es schon mal eine Kampagne mit den Gebrüdern, die Thema hier im Blog war.

Im neuen Jahr habe ja auch ich mir gesagt: „Gib Dich niemals auf“, weswegen ich mit dem heutigen Tag aus meiner passiven Mitgliedschaft im Studio wieder eine aktive gemacht habe. Um halb zehn kann man bei McFittes recht angenehm trainieren, zusammen mit den Rentnern und Hausfrauen. Ganz anderes Publikum als abends. Duschen kostet immer noch 50 Cent – alles wie gehabt. Zur Eingewöhnung habe ich eine Art Zirkeltraining absolviert: Erst gemächliche 3 km auf dem Laufband zum Aufwärmen, dann die üblichen Geräte für Brust, Schultern, Rücken, Beine, Bauch, anschließend 5 km langsames Tempowechseltraining auf dem Laufband und zum Schluss noch ein paar Dehnübungen.

Nicht dass die Bloggergemeide über mich auch bald sagt: „Schade, Kylie war noch sooo chung, sooo chupsch…war noch zu fruh zu dick werden!“

Advertisements

Müffmüff oder der neue Duschgeiz

Eins sei mal vorab bemerkt: In Sachen nach dem Training schwitzig durch die Gegend schlurfen war und bin ich selbst absolut schmerzfrei.  Auch nach Wettkämpfen nutze ich ungern die Duschgelegenheiten vor Ort, sondern setze mich meistens mit zwar trockenen Klamotten, aber dennoch miefig ins Auto, um schön in Ruhe zuhause in die Badewanne zu klettern.

Ich kann es also durchaus verstehen, wenn man äh frau nach dem Workout nicht immer im Studio duschen mag.

Trotzdem bin ich jetzt einigermaßen erschüttert – im McFit habe ich während der 4 Wochen, in denen ich mich regelmäßig dort hinbegebe, außer mir noch keine einzige Frau nach dem Training duschen sehen! Früher, im Sportforum, haben eigentlich alle Frauen geduscht, da war ich oft die einzige, die vollgesweatet von dannen zog. Im Joyce war Duschen fast schon Pflicht, schließlich „musste“ man das Rundum-Verwöhnpaket incl. Sauna gleich bei der Anmeldung mitbuchen.

Was ich im McFit so unglaublich finde ist, dass die Mädels/Frauen sich so, wie sie sind, wieder ihre normalen Klamotten anziehen!

Wenn ich vorhabe, nicht direkt nach dem Training, sondern erst zuhause mit Wasser in Berührung zu kommen, ziehe ich mir dementsprechende Gammels-Sport-Bekleidung obendrüber, darunter dann das Zeuchs für’s Training. Wenn ich fertig bin, schmeiße ich mich wieder ins Gammel-Outfit, das ich auf dem Weg nach Hause vollmüffe.

Die Frauen/Mädels ziehen aber Jeans und Bluse an, oder Rock und Pullover – also die normale Garderobe. Ich bin echt erschüttert!

Kann das an den 50 Cent liegen, die das Duschen im McFit kostet? Wir hassen teuer? Geiz ist geil? 50 Cent finde ich angemessen, zuhause kostet die Reinlichkeit auch Geld.

Eine andere, nach letzten teilnehmenden Beobachtungen nicht unwahrscheinliche Möglichkeit wäre natürlich, dass die Frauen/Mädels nicht schwitzen. Was aber treibt sie dann ins Fitness-Studio? Und, nächste Frage: Was treiben sie  im Fitness-Studio???

Und die Frage aller Fragen: Was passiert in der Herrenumkleide? Bleibt die Nasszelle dort auch trocken?

Training mit den Klitschkos

Jawohl, dort, wo ich gestern die Anmeldung unterschrieben habe, grinsen die Gebrüder Klitschko großformatig von den Wänden und lassen den geneigten Kunden wissen, dass sie jetzt auch hier trainieren! Was blieb mir angesichts dieser Drohung schon anderes übrig, als brav meine Unterschrift auf das Papier zu kritzeln? Weiterlesen

Gute Vorsätze…

Weil Sie es sich wert sind…

oder von Luxus, Schnäppchen und Folgekäufen

Seit ich Anfang 2006 meine mehr als 10jährige Mitgliedschaft im Sportstudio gekündigt habe, sieht es mit Alternativtraining mau aus.
Während der Schwangerschaft bin ich ja wenigstens wöchentlich meine 1000 m geschwommen – aber seither findet so gut wie nichts mehr neben Laufen statt. Ich habe das ja auch bereits mehrfach beklagt und des öfteren Besserung gelobt – umgesetzt habe ich leider wenig.

Dass ich dem Sportforum untreu geworden bin, hatte mehrere Gründe. Schon 2005 habe ich mit dem Krafttraining arg geschludert, aber wenigstens noch mein Stretching mit einer Laufbandeinheit einmal wöchentlich kombiniert. Dafür aber monatlich über 30 Euro zu zahlen, und mich insgesamt nach Besitzerwechsel im Studio unwohl zu fühlen, sah ich nicht mehr ein; die Schwangerschaft war dann nur noch der Anlass, nicht der ausschlaggebende Grund für die Abmeldung.

Ich hatte hier ja von dem wenig überzeugenden Probetraining im Billigheimer-Studio Fit24 berichtet – das hätte zwar nur 16 Euro im Monat gekostet, aber dafür wäre auch außer einer schmuddeligen Atmosphäre und schäbigen Geräten nichts geboten worden, selbst die Dusche, so man sie denn hätte nutzen mögen (was ich nach flüchtiger Betrachtung nicht in Erwägung zog), hätte extra bezahlt werden müssen.

In Barmen gibt es noch ein MacFit-Studio, das auch zu den Billig-Ketten zählt, jedoch deutlich sauberer und mit besseren Geräten ausgestattet sein soll. Aber da meine frei verfügbare Zeit arg begrenzt ist,scheidet das MacFit wegen des langen und umständlichen Hin-und Rückwegs mit Bus und Schwebebahn aus.

Im ganzen Stadtgebiet verteilt gibt es noch ein Dutzend anderer Muckibuden, von edel (z.B. in der Bergischen Sonne (der ein oder andere erinnert sich vielleicht an die Story und ahnt, dass ich zur Not überall, aber bestimmt nicht dort trainieren würde;-) bis testosterongeschwängert (mit den guten alten Freihanteln und deren stämmigen Schwingern;-)

An einem Studio gehe oder fahre ich aber fast täglich vorbei. Der Fußweg beträgt 15 zügige Gehminuten, also keine 2 km. Das besondere an diesem Studio ist, dass es sich um ein reines Frauenstudio handelt, nämlich um das Joyce.

Lange Rede, kurzer Sinn: Obwohl es eines der teuersten Studios in Wuppertal und wahrlich kein Schnäppchen ist, hat mich das gestrige Beratungsgespräch komplett davon überzeugt, eine Anmeldung zu unterschreiben.
Während der ersten 4 Wochen kann ich fristlos kündigen. In der Anmeldegebühr ist ein Rundum-CheckUp enthalten, vom Gelenkstabilitätstest über Fettmessung, Lungenfunktionstest usw. – danach wird basierend aus den Daten und meinen Zielen ein Trainingskonzept maßgeschneidert, persönliche Trainerin inclusive.
Inclusive ist außerdem die Sauna mit wirklich wunderschönem Ruhebereich und, ganz wichtig, dreimal pro Woche Kinderbetreuung durch eine Kindergärtnerin, die selbst ein einjähriges Kind hat und so im Erziehungsurlaub ein paar Stunden jobbt. Den „Kindergarten“ habe ich mir angeschaut, ein schöner Raum mit allerlei spannenden Spiel- und Krabbelecken!
Kommen wir zum Preis. Der Spaß kostet 59,90 Euro im Monat – ganz schön happig und auch nicht mal so eben aus der Portokasse zu bezahlen, zumal ich ja derzeit nur ein paar läppische Stunden im Monat arbeite.
Trotzdem – ich habe entschieden, dass mir die Sache das wert ist. Ich bin ansonsten so anspruchslos, was Klamotten (da reicht meistens ein billiges H&M Fähnchen), Schmuck (trage und besitze ich so gut wie nicht), sonstigen Luxus (wie Kosmetik usw.) betrifft – da gönne ich mir jetzt einfach mal ein wirklich gehobenes Ambiente, frei von störenden Muskelprotzen.
Ganz beschwingt und voller Vorfreude stöberte ich nachmittags in der Stadt schon nach leichten Indoor-Schuhen für den Hallenbereich. Laufbandgeeignet sollten sie auch sein – ich kann ja nicht in meinen alten, vermodderten normalen Laufschuhen dort aufkreuzen.
Tja, und da lachten mich doch die Nike Free 5.0 an, zu einem, wie ich glaubte, wahnsinnigen Schnäppchenpreis von 50 Euro. Und weil ja überhaupt alles in der Sportarena so doll reduziert war, kaufte ich gleich auch noch eine lässige Hose mit T-Sirt und war nochmal 50 Euro los.

Zuhause ärgerte ich mich dann wie verrückt, als ich entdeckte, dass die Nike Free bei Ebay neu für 28 Euro plus 5 Euro Versand angeboten werden. Da hatte sich das mit dem Schnäppchen leider erledigt – andererseits hatte ich die Schuhe im Geschäft anprobieren können, was sich als gut erwiesen hatte, da mir nicht, wie bei Asics-Modellen Größe 40, sondern eine Nummer kleiner passte.

Jedenfalls bin ich jetzt bestens für den medizinischen Check Up nächsten Donnerstag gerüstet. Ich bin ja schon so gespannt, was die so zu meinem Allgemeinzustand meinen!

21.1.07 08:56

verlinken / 9 Kommentar(e) / kommentieren

90 von 100 Punkten

Waldi ist ein angenehmes Bürschlein, von anderem Kaliber als die kleine Kante aus dem Fit24. Nicht nur, dass er besser auf’s Duzen geschult ist als der Kollege aus der Billigkette, nein, er besitzt auch die schlankere und dennoch muskulöse Shilouette, die einen Fitness-Sportler vom Kraftprotz unterscheidet.
Waldi ist der einzige männliche Trainer im Frauenstudio, und nachdem Cordula mich am Donnerstag dem Eingangs-Check unterzogen hatte, übernahm am Samstag Waldi.

Übrigens hat mich noch kein Arzt gründlicher abgeklopft als Cordula. Nachdem die Eckdaten 167 cm, 58 kg und verbesserungsfähige 23% Fettanteil ermittelt worden waren, ging es mit Puls, Blutdruck und Lungenvolumen weiter. Ich wusste schon, dass ich bei dem Pusteröhrchen jämmerlich versagen würde – irgendwie kann ich das auf Kommando nicht. Ich kann auch keine Schwimmflügel aufblasen, geschweige denn eine Luftmatratze. Dementsprechend fiel das Ergebnis auch nicht berauschend aus, irgendein Wert knapp über 3 l – der Test war allerdings keine richtige Spirometrie wie beim Arzt, also ohne Nasenklammer.
Weiter ging’s mit der Kraft-und Flexibilitätsermittlung. Gnadenlos deckte Cordula Defizite im unteren Rücken (Flexibilität), in der Armmuskulatur (Kraft) in der rückwärtigen Beinmuskulatur (Flexibilität) und in der Bauchmuskulatur (Kraft) auf. Alles andere gab zu meiner Überraschung keinen Anlass zur Beanstandung.

Genaueres erfuhr ich dann gestern von Waldi, nämlich die Sache mit den 90 Punkten von 100. Allerdings meinte er augenzwinkernd, dass bei 100 noch nicht Schluss sein müsse – das Ganze wird wohl altersabhängig bewertet – aha. Da relativiert sich das dem ersten Anschein nach gute Ergebnis natürlich.

Eingestuft wurde ich als fortgeschrittene Anfängerin, was auch gerechtfertigt ist nach 2 Jahren Pause vom Krafttraining.
Waldi stieg in meiner Achtung, als er von sich aus das Thema Stillen ansprach – seinen Unterlagen hatte er offenbar die Information entnommen, dass ich vor knapp 11 Monaten ein Baby bekommen hatte. Große Klasse also, dass diesem jungen Burschen in den Sinn kam, ich könne noch stillen – das hatte ich Cordula nicht erzählt.
Mit dem Brusttraining muss ich also leider bis nach dem endgültigen Abstillen warten. Auch meine Rektusdiastase hat sich immer noch nicht ganz geschlossen, wie Waldi nach geschicktem Abtasten feststellte. Darum riet er vorläufig auch noch vom speziellen Training der geraden Bauchmuskulatur ab – bingo, damit war erwiesen, dass er seine Lektionen wirklich gut gelernt hat und ich ihm eine gewisse Kompetenz nicht absprechen kann.

Als ich in alle für mich zunächst in Frage kommenden Geräte und Übungen eingewiesen war, wanderte meine „Akte“ in eine Hängeregistratur. Jedes Training muss ich protokollieren und von Waldi oder einer anderen Trainerin abzeichnen lassen. Nach 4 Wochen bzw. spätestens 16 Trainingseinheiten wird der Plan angepasst und entsprechend erweitert.

Heute habe ich mein Lauftraining auf’s Band verlegt – schließlich muss sich der Beitrag ja lohnen 😉
17 km Laufband ohne I-Pod oder anderen MP3-Player schulen nebenbei noch die mentale Stärke – ich kam mir schon ganz schön tapfer vor, als ich endlich unter der wohlverdienten Dusche stand. Sogar die Dehnübungen hatte ich nach dem Laufen gewissenhaft ausgeführt – was tut man nicht alles, wenn’s Geld kostet…

28.1.07 21:28

verlinken / 4 Kommentar(e) / kommentieren

Rost

Eingerostet sondergleichen

Obwohl ich es ja seit langem ahnte – dass es so schlimm sein würde, hatte ich nicht wahr haben wollen! Aber es sollte Schluss sein mit der Vogel-Strauß-Politik, – gestern habe ich meine neue Gymnastikmatte eingeweiht.

Zunächst einige Yoga-Übungen, die entspannen und das Gleichgewicht schulen..die kriegte ich längst nicht mehr so leicht hin, wie früher. Ein, zwei erschreckende Wackler.

Im Anschluss daran intensives Dehnen – was ich da an Verkürzungen spürte …schlimm! Manches bekam ich nicht mehr hin, hätte zu sehr weh getan, und bis an die Schmerzgrenze zu gehen nach all der untätig verbrachten Zeit wäre ja sehr kontraproduktiv gewesen.

Ein kleiner Bauch-Workout mit schrägen Crunches zeigte mir das Elend dieser Region dank knäpplicher Gewandung schonungslos. Oh, oh, es gibt viel zu tun – aber ob ich jemals wieder so einen flachen, schönen Bauch haben werde wie vor gut einem Jahr? Der war, trotz zweier Kinder, immer mein Stolz…naja, es ist nicht ganz hoffnungslos, aber da müsste ich jetzt wohl täglich dran arbeiten…

Zum Schluss habe ich dann mit ein paar Hanteln versucht, das, was vom Trizeps noch übrig ist, anzusprechen. Alles ziemlicher Wackelpudding, aber nicht ganz so schwer zu straffen, wie der Bauch. Und eine typisch „mittelalterliche“ Frauenproblemzone…ganz schlimm finde ich so wabbelnde, hängende, trizepslose Oberarme.

Es wäre noch viel zu tun gewesen, Rücken, Beine, Po – aber ich hatte mit dem Programm so zwischendurch begonnen und musste relativ schnell unterbrechen, als der Kleine wach wurde. Danach war ich irgendwie aus dem Konzept gekommen – habe aber den Ernst der Lage jetzt zweifelsfrei erkannt und werde nicht weiterhin untätig bleiben.
Dabei ist es jetzt noch nicht mal die Optik, wegen der ich vor allem alarmiert bin – ich werde so oder so alt, das lässt sich nun mal nicht ausblenden – sondern diese Steifböckigkeit. Wenn schon altern, dann wenigstens mit einem kleinen Rest an Beweglichkeit…gestern bekam ich echt einen Vorgeschmack darauf, was mir blüht, wenn ich so weitermache, wie im letzten Jahr.

4.8.06 21:26

verlinken / 3 Kommentar(e) / kommentieren