Ich bin dann mal wieder gelaufen!

45. Wuppertaler Volkslauf 2011 – die gute alte Strecke an der Blutfinke, lange nicht gesehen und doch wiedererkannt! Das ist wirklich mal wieder einen Eintrag wert. Es gab noch nicht einmal die Rubrik „Wettkämpfe 2011“ – meine Güte, soweit ist es schon gekommen.

Dabei war es eigentlich nicht der erste Wettkampf in diesem Jahr – wobei Wettkampf wohl kaum der richtige Ausdruck ist. Streng genommen war es weder der erste, noch der zweite Wettkampf im Jahr 2011, sondern bisher hat immer noch kein ernsthafter „Wettkampf“ mit meiner (ernsthaften) Teilnahme stattgefunden. Auch heute nicht.

Ich habe mich an der zweiten Laufveranstaltung in diesem Jahr beteiligt, so wird wohl ein Schuh draus. Wie schon im Juli, bei „Rund um Wuppertal“ – mehr in Pflichterfüllung und aus Tradition hatte ich meine untrainierten Muskeln in etwa 56 Minuten über die 10 km lange Strecke geschleppt.

Den Wuppertaler Volkslauf habe ich ganz spontan in der harmlosen 5 km Version heute bei strahlend schönem, herbstsonnigem Wetter mitgenommen – nur 5 km, weil das angesichts der Tatsache, dass ich bei meinen wenigen  „Trainings“läufen in dieser Saison selten mehr als 10 km zurückgelegt habe, doch die genau passende Distanz zu sein schien.

Kräfte- und kilometerdurchschnittsmäßig pendele ich im ziemlich unteren Bereich dessen, was man noch „sportlich“ nennen kann, aber 5 km sollten dann doch in einem etwas schnelleren, laufähnlichen Tempo machbar sein. Die Kinder alle mehr oder weniger vorübergehend aus dem Haus, Stefan auch anderweitig verplant, brach ich ganz allein zum Ort des Geschehens auf. Die Startnummer war schnell abgeholt, etliche Bekannte gesichtet und begrüßt, ein Einlaufkilometerchen absolviert – Zeit, sich in den Startbereich zu begeben.

Im Gewühl traf ich zu meiner großen Freude Angie aus den glorreichen  „Laufen-Aktuell“-Zeiten – hach, das war schön. Ihr Mann betätigte sich als unermüdlicher Fotograf, der unseren Vorher-Nachher-Zustand und auch die Zieleinläufe verewigt hat. Es folgen also noch Fotos zum Laufbericht!

Vorher oder nachher?

Nachher oder vorher?

Der Startschuss fiel und ich versuchte, schnell zu laufen, was bergab zunächst kein großes Problem war. Ich hielt mich auch nicht zurück, denn es war nur eine Runde, Körner sparen also nicht notwendig. Zumal Kräfte schonen für den Berg bei mir sowieso nicht funktioniert: Egal, wie schnell oder langsam ich zuvor laufe, am Berg fehlt mir einfach die Power, da werde ich unweigerlich langsam.

Ich merkte, dass ich recht gut drauf war, jedenfalls für die derzeitigen Verhältnisse. Ist schon erstaunlich, dass es dann bei so einem „Wettkampf“ doch klappt, einen deutlichen Zahn zuzulegen. Ich bin seit einem Jahr auf den 6:30er Schnitt eingependelt – das ist die Tendenz bei allen Läufen. Für 10 km bin ich meistens zwischen 63 und 65 min unterwegs, gemütlich, aber auch ohne das Gefühl, schneller zu können oder wollen. Ja, und jetzt lief ich dann doch mal wieder zeitweise dicht am 5er Schnitt, jedenfalls bergab und flach. Bergauf klappte das natürlich nicht, aber auch kein 7er oder gar 8er Geschnecke an den Steigungen, wie befürchtet.

Nach 26:28 min lief ich ins Ziel und fand das ganz erstaunlich und durchaus passabel. Zwar weit entfernt von alter, guter Form – aber auch kein Grund, zu jammern.

...aber am Ende!

Nicht elegant ...

Ich hatte damit gerechnet,  vielleicht 27 oder 28 min unterwegs zu sein – insofern also besser, als erwartet. Auch Angie war zufrieden und wartete noch auf die Siegerehrung, weil sie in der W50 den 3. Platz gemacht hatte. Ich aß noch ein Stück Kuchen und begab mich gut gelaunt auf den Heimweg.

Insgesamt die 21. Frau von 153 und die 4. Frau in meiner AK, die hier immer noch die W40 ist, die von 40 bis 49 geht. Nächstes Jahr bin ich dann beim Wuppertaler Volkslauf gleich spektakulär um 10 Jahre gealtert. 🙂

Hier noch der Link zum Lauf und zur Ergebnisliste:

45. Wuppertaler Volkslauf 2011

Bericht in der WZ