Wiederentdeckt…

…in meinem Bücherregal. Ein echter Klassiker meiner Kindheit. Wurde natürlich auch verfilmt, und ich schnitt damals (da war ich wohl so 10 Jahre alt) aus der Fernsehzeitschrift GONG, die mein Opa abonniert hatte,  kleine Bildchen mit den Hauptdarstellern aus. Ein Satz gefällig, der erste Satz?

„Die Begebenheiten, die wir hier erzählen wollen, spielten sich in den Jahren zwischen 1740 und 1745 ab, zu einer Zeit, als sich die besiedelten Teile des Landes auf einen schmalen Landstrich zu beiden Seiten des Hudsonflusses und auf sogenannte Nachbarschaften am Mohawk- und am Schohariefluß beschränkten.“

Ich weiß nicht mehr, wo die alte, zerfledderte Ausgabe, die ich Sonntags bei meinen Großeltern immer begeistert hervorkramte, abgeblieben ist. Darum habe ich mir den 1989 bei Thienemann erschienenen, leider  „für die Jugend bearbeiteten und gekürzten“  Nachdruck zugelegt, der aber immer noch umfangreich genug und relativ komplett ist. Es gab dann übrigens 1992 auch noch mal eine filmische Umsetzung, die mir Alpträume wegen entsetzlich grausamer Szenen bescherte. Die Verfilmung, die ich von damals kannte, war natürlich entsprechend romantisch verklärt und ersparte einem solch grausige Details.

Viel Hilfestellung – Ihr wisst es sicher!

Der erste Satz…

Das Bücherraten macht mir gerade so viel Spaß, dass ich mal eine neue Unterkategorie der Schmökerecke teste. Der wirklich erste Satz eines „Klassikers“, also eines Buches, das schon lange etabliert ist. Keine Neuerscheinungen, die eh noch fast niemand kennt, sondern „schöne“ Literatur. Bücher, die einem ans Herz gewachsen sind, die man mehr als einmal gelesen hat und bei denen man denkt: da weiß man doch schon nach einem Satz, was das für ein Autor, welches Buch das ist. Eine kleine Hilfestellung könnte das Jahr der Erstveröffentlichung sein.

Mein Titel ist 1922 veröffentlich worden, aber der Autor arbeitete weiterhin bis in die 50er Jahre an diesem Roman.

„Indem ich die Feder ergreife, um in völliger Muße und Zurückgezogenheit – gesund übrigens, wenn auch müde, sehr müde (so daß ich wohl nur in kleinen Etappen und unter häufigem Ausruhen werde vorwärtsschreiten können), indem ich mich also anschicke, meine Geständnisse in der sauberen und gefälligen Handschrift, die mir eigen ist dem geduldigen Papier anzuvertrauen, beschleicht mich das flüchtige Bedenken, ob ich diesem geistigen Unternehmen nach Vorbildung und Schule denn auch gewachsen bin.“

Was für ein Satz! Na, das kann doch nur – wer und was – sein??? (Und erst selber raten, dann googlen. Google ist ein Spaßverderber)