Ich muss mehr Kartoffeln essen.

Am besten nur noch Kartoffeln, wie der fiktive NASA-Marsianer Mark Watney. Dann erreiche ich vielleicht auch mal das gewichtstechnische Wochenziel, wobei die Abnehmerei ja keine Priorität hat bei meiner Mission. Aber Gewicht zulegen wollte ich nun auch gerade nicht, und genau das ist, wenn auch nur in begrenztem Ausmaß, passiert. Und nun erzähl mir bitte keiner was von Muskeln, die ich nämlich ganz bestimmt nicht in diesen vier Wochen aufgebaut habe. Und selbst wenn, wäre das bei geringfügig schwindenden Fettdepots nicht ins Gewicht gefallen. Also Kartoffeln. Watney hat damit ziemlich drastisch Körperfett reduziert. Ich bin mir aber sicher, der Typ, dessen ausgemergelte Rückseite nebst spindeldürren Ärmchen zum Schluss gezeigt wurde, war nicht Matt Damon.

Gut, hier also keine Erfolgsmeldung. Aber ansonsten alles perfekt im Plan. So wie letzte Woche angedacht, bin ich 32 km in vier Einheiten gelaufen, zwei 6er, zwei 10er. Ich hatte allerdings ein Luxusproblem in Gestalt eines abrupt dahingeschmolzenen Laufschuhdepots. Nur noch 2 Paar Laufschuhe, das ist ein erschreckender Tiefstand. Eigentlich besaß ich bis kürzlich noch 4 Paar, aber zwei gut erhaltene (klar, bei den wenigen Laufkilometern) hab ich für den Flüchtlingslauftreff gespendet. Die verbliebenen Schuhe sind noch ganz okay, jedoch wenig motivierend. Ein leeres Schuhregal, gerade jetzt, wo ich doch  Wahnsinnswochenkilometer abreiße. Ich hatte keine Wahl, ich MUSSTE neue kaufen. 1 x Brooks Ghost, 1 x Saucony Grid Fastwitch. Dank der Brooks habe ich dann bei dem 10er heute endlich mal wieder knapp einen Schnitt unter 7 min/km geschafft. Insofern also alles gut. Und meine Buchempfehlung natürlich: Andy Weir, Der Marsianer: Rettet Mark Watney, Heyne Verlag, ISBN 9783453316911, schlappe 10 Euro.

Ich denke, nächste Woche begnüge ich mich wieder mit drei Läufen, dafür spare ich mir dann aber die 6er. Vielleicht 3 x 10 km, oder wenn ich sehr motiviert bin 2 x 10 und 1 x mehr. Nicht zu vergessen die Kartoffeln.